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Ausstellung im RAthaus

EssArchitekturen - Werke von Dagmar Schmidt

Architektur fürs Essen – die alltäglichen Behältnisse für Speisen und Getränke. Vom 6.Mai bis zum 4. Juni zeigt, die seit Ende 2005 in Langenhagen arbeitende Künstlerin, Dagmar Schmidt jetzt in ihrer aktuelle Ausstellung im Rathaus Langenhagen.

Archäologie und Alltagskultur sind die beiden, miteinander verbundenen Themen im Werk der im Jahre 1963 in Lommatzsch/Sachsen geborenen Künstlerin. Seit des Studiums der Architektur an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar und der Bildenden Kunst an der Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle, Diplom und Meisterstudium ist sie als freischaffende Künstlerin und Kunstvermittlerin tätig.

Bundesweite Anerkennung hat Dagmar Schmidt mit ihrer Bodenskulptur „Grabungsstaedte“ im Stadtteil Silberhöhe in Halle (Saale) durch die Verleihung des mfi Preis "Kunst am Bau 2006" erhalten. Der seit 2002 verliehene Preis – einer der höchstdotierten Kunstpreise Europas - ging zuvor an Bogumir Ecker, Lothar Baumgarten, Olafur Eliasson, Franz Ackermann, Michael Beutler und in diesem Jahr an den niedersächsischen Künstler Timm Ulrichs.

Die Grabungsstaedte hat die Künstlerin in einem Plattenbaurest von sechs Wohnungen entwickelt und diesen mit Möbeln wie im bewohnten Zustand neu in Beton ausgestattet. Das Kunstwerk ist als Lebensraum und Museum im Freien begehbar. Im Jahre 2005 eröffnet, ist es längst nicht nur in Halle oder der Kunstfachwelt bekannt und von Experten und Touristen der Stadt interessiert besuchtes Ziel, sondern auch im Internet auf zahlreichen Homepages zu finden und die einschlägigen Architekturzeitschriften in Deutschland, Tschechien, in der Türkei und in Spanien sowie Südamerika berichten über die Grabungsstaedte.

Die besonders breite Öffentlichkeit, die eine Präsenz im Rathaus eher als in einem Museum bietet, nimmt Dagmar Schmidt zum Anlass, auch diese publizierten Darstellungen wie auf einer Litfasssäule zu zeigen – auch ein Angebot an unsere Langenhagener Neubürger mit englischer, spanischer, türkischer oder tschechischer Muttersprache. Weitere Skulpturprojekte für den öffentlichen Raum runden das Bild über die künstlerische Position ab.

Das unmittelbare Lebensumfeld bietet Dagmar Schmidt weitere Inspiration für archäologische Betrachtungen, z. B. die Küche. Die üblichen Alltagsgegenstände der Essensbereitung und des -verzehrs sind die Protagonisten auf dem Küchentisch, einem Schauplatz großer Ereignisse, der wie eine gigantische Bühne begehbar scheint. Die übergroß abgebildeten und geformten Küchenutensilien zeigen eine monumentale Qualität.  Und nicht zuletzt die im Alltag unbeachteten Dinge im städtischen Umfeld werden zum Gegenstand künstlerischer Auseinandersetzung. Die Collagenserie WohnWelt I lädt dazu ein, Langenhagen einmal anders zu erkunden und die hier adaptierten Orte wieder zu erkennen. Das Gebundene Osttor zeigt einen architektonisch eher belanglosen, aber für die Menschen als alltägliches Ziel sehr wichtigen Ort; in anderen Arbeiten (Shopping) taucht der inzwischen schon nicht mehr existierende Teil des CCL als „Archäologisches Bild der Stadt“ noch einmal auf und bietet uns eine Erinnerung an das Langenhagen der letzten Jahrzehnte. Die KuechenStuecke, die WohnWelt genauso wie die Skulpturenprojekte erzählen die Geschichten in und hinter den Dingen und lassen die Schönheit des alltäglichen Gegenwärtigen selbst aufscheinen.

Mehr Informationen zur Künstlerin Dagmar Schmidt
 

Öffnungszeiten des Rathauses zum Besuch der Ausstellung


 

 

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