Ausstellung im Rathaus
Pferdezeichnungen von Karl-Hein Höhn
Rivalen der Rennbahn
Seit über 30 Jahren ist Karl-Heinz Höhn (64) in Langenhagen zu Hause, geboren in Breslau, damals Schlesien, verbrachte er nach der Vertreibung seine Kindheit zunächst in einem kleinen Dorf bei Apolda in Thüringen.
1954 flüchtete die Familie nach Hannover. Nach der mittleren Reife folgte die Ausbildung zum Verlagskaufmann bei der Verlagsgesellschaft Madsack; der HAZ (Hannoverschen Allgemeinen) ist er sein ganzes Berufsleben treu geblieben.
Zum Zeichnen kam er schon sehr früh, da eine schwere Erkrankung in der Kindheit seine Bewegungsfreiheit sehr einschränkte (fast bis zum Schuleintritt), so dass er sich vor allem mit Buntstiften, Knetmasse und Bilderbüchern beschäftigte. Schon damals waren Natur Tiere, aber vor allem Pferde seine immer wiederkehrenden Motive.
Ein Jahresbericht über die Galopprennsaison 1955, dem Jahr, in dem die Evershorster Stute LUSTIGE das Deutsche Derby gewann, der ihm als noch jungem Schüler in die Hände fiel, weckte endgültig sein Interesse (neben Fußball und Leichtathletik) für die besten Rennpferde ihrer Zeit und ihre Pedigrees, für große bedeutende Gestüte, berühmte Jockeys und Trainer.
Als aktiver Freizeitreiter erfreute er sich auch einige Jahre an den Islandpferden der Langenhagener Familie Grimm auf dem Bassetthof in Altwarmbüchen. In dieser Zeit sah er in der Wedemark aber auch den legendären Asil-Araberhengst GHAZAL des Pressezeichners und Buchautoren Carlheinz Dörrken.
Die Schönheit und Ausstrahlung dieses Pferdes, das bundesweit viele Menschen an 'Arabitis' erkranken ließ, führte zu etlichen Versuchen mit dem Zeichenstift. Von nun an waren Araberpferde die bevorzugten Modelle.
Die Bekanntschaft mit dem Tierbildhauer Jochen Ihle und seiner Frau in Burgdorf-¬Heessel ermunterte zum eigenen plastischen Gestalten mit Ton. Die Technik dafür brachten einige Volkshochschulkurse in Langenhagen. Natürlich entstanden auch in Ton vorzugsweise Pferde. Eine große Herde von kleinen handmodellierten Pferden sind u. a. das Ergebnis.
Die vielen spannenden und gelungenen Renntage, die er in den letzten Jahren auf der Rennbahn NEUE BULT in Langenhagen miterlebt hat, haben auch zu der Serie von Rennpferdestudien inspiriert, die die Ausstellung beinhaltet.
Mit seinen Zeichnungen hat sich der Autodidakt nicht erst seit Beginn seiner Altersteilzeit seine ganz eigene 'Pferdewelt' geschaffen.
Öffnungszeiten des Rathauses zum Besuch der Ausstellung
