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Übungszeiten auf dem Standortübungsplatz der Bundeswehr

Betreten des Standortübungsplatzes nur noch mit Ausweis

Ab Oktober gelten neu Vorgaben für das Betreten des Geländes

Der Standortübungsplatz Hannover zwischen Langenhagen und Isernhagen ist seit Jahren – außerhalb des Übungsbetriebes der Bundeswehr – für die Zivilbevölkerung zugänglich. Dem Standortältesten Hannover, Kapitän zur See Berend Burwitz, war es stets ein Anliegen, den Bürgerinnen und Bürgern der umliegenden Gemeinden die Möglichkeit einzuräumen, den Platz für Spaziergänge, zum Laufen oder zum Radfahren zu besuchen.

Leider wurden immer wieder Verstöße gegen die Bestimmungen festgestellt. Burwitz: „Das nachbarschaftliche Verhältnis ist als gut zu bewerten. Leider gibt es aber zu viele Fälle, in denen sich Einzelne nicht an die Regeln halten: Vandalismus, Müllablagerungen, zerschlagene Glasflaschen, verbotene Feuerstellen und insbesondere Hundekot sind leider keine Seltenheit.“

Noch schwerwiegender sind die Verstöße gegen das Betretungsverbot während Übungen, bei denen Munition, pyrotechnische Mittel und unbeleuchtete, getarnte Gefechtsfahrzeuge eingesetzt werden. Zudem werden regelmäßig die Schotterwege verlassen und gesperrte Bereiche betreten, auf denen sich zum Teil noch Weltkriegsmunition befindet. „Immer wieder begeben sich Personen dabei in Gefahr“, erklärt Burwitz. „Glücklicherweise ist es bis heute zu keinem Unfall gekommen!“

Gleichzeitig nimmt der Ausbildungs- und Übungsbetrieb mit steigenden Einsätzen im Rahmen der Bündnis- und Landesverteidigung zu. Dies geht mit zusätzlichen Anforderungen an die taktische Ausbildung der Truppe einher. Darüber hinaus wird der Standortübungsplatz auf Grundlage von Mitnut-zungsverträgen regelmäßig von Behörden und Organisationen mit Sicher-heitsaufgaben genutzt.

Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, die bisherige Zutrittsregelung sowohl zum Schutz der Bevölkerung als auch zur Gewährleistung der zweckbestimmten Nutzung des Übungsplatzes anzupassen. „Es geht darum, das nachvollziehbare Interesse der Bürgerinnen und Bürger und unsere dienstlichen Erfordernisse aufeinander abzustimmen“, so der Standortälteste, „daher sehe ich mich dazu veranlasst, den Übungsplatz zum 1. Oktober 2020 vom Militärischen Bereich zum Militärischen Sicherheitsbereich hochzustufen.“

Damit ist ein Betreten des Platzes ohne explizite Genehmigung untersagt.

Anohnerinnen und Anwohner der umliegenden Gemeinden soll diese Möglichkeit jedoch weiterhin eingeräumt werden: Voraussetzung dafür ist ein spezieller Ausweis, der ab sofort beim Unterstützungspersonal des Standortältesten beantragt werden kann – unter Telefon 0511-284-1906-1982 oder per E-Mail an Info-PunktHannover@bundeswehr.org.

Die Hinweisschilder entlang der Platzgrenzen werden wie folgt angepasst: „Militärischer Sicherheitsbereich – Grenze des Standortübungsplatzes – Schieß- und Übungsbetrieb. Blindgänger! Lebensgefahr! Unbefugtes Betreten des Platzes ist verboten und wird strafrechtlich verfolgt.“

Mehrere kleinere Zugänge zum Übungsplatz werden geschlossen. „Ich hoffe, das Verbot stößt auf Verständnis und zeigt Wirkung. Jeder, der sich an die Regeln zum Betreten hält und den Ausweis mit sich führt, ist weiterhin herzlich willkommen“, ergänzt Burwitz.

Die Stadt Langenhagen wird auch zukünftig auf ihrer Internetseite die Zeiten der Nutzung des Standortübungsplatzes durch Truppe und Mitnutzer bekanntgeben. Die Seite wird rechtzeitig zum 1. Oktober 2020 aktualisiert. Der Link lautet: www.langenhagen.de/Standortübungsplatz.

Quelle:
Pressestelle Landeskommando Niedersachsen

Nutzungsauflagen und Sperrzeiten für den Standortübungsplatz Hannover